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10.12.2009 / Verträge zur Ertüchtigung neuer Kraftwerke unterzeichnet
Verträge zur Ertüchtigung neuer Kraftwerke unterzeichnet

Türöffner für weitere Projekte in Osteuropa

Duisburg, 10.12.2009. Der erste Service-Auftrag aus Osteuropa ist unterzeichnet. Hitachi Power Europe (HPE) wird drei Blöcke des Braunkohlekraftwerks Nikola Tesla A im serbischen Obrenovac modernisieren. Die Kraftwerksrehabilitation bietet gleich mehrere Vorteile: Die modernisierten Anlagen lassen sich wirtschaftlicher betreiben, sie stoßen weniger Emissionen aus (unter anderem 150.000 t weniger CO2 pro Jahr), weisen einen höheren Wirkungsgrad auf und schonen dadurch wertvolle Ressourcen.

Zur Vertragsunterzeichnung war der Generaldirektor des staatlichen Energieversorgers EPS, Dragomir Markovic, nach Duisburg ins Hitachi Power Office (HPO) gekommen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 36 Millionen Euro, das zu einem großen Teil von der KfW-Entwicklungsbank finanziert wird. Serbien erzeugt den Großteil des benötigten Stroms aus einem veralteten braunkohlegefeuerten Kraftwerkspark, so dass die HPE hier auch einen Meilenstein für anstehende Ertüchtigungen an anderen Blöcken in Serbien setzen konnte. „Wir wollen in Osteuropa nicht nur Neubauprojekte akquirieren“, erläutert Klaus-Dieter Rennert, Vorsitzender der HPE-Geschäftsführung. „Ein großes Potenzial bieten auch umfassende Kraftwerksrehabilitationen mit einem erheblichen Engineering-Anteil oder die Nachrüstung von Rauchgasreinigungsanlagen. Der jetzt unterzeichnete Auftrag bestätigt unsere Strategie. Die Modernisierung von Nikola Tesla ist ein wichtiger Türöffner für das Service-Geschäft von Hitachi Power Europe.“

Die drei Blöcke des Kraftwerks Nikola Tesla, rund 30 Kilometer südwestlich von Belgrad, stammen aus den 70er Jahren. Die Modernisierung wird im Konsortium gemeinsam mit serbischen Partnern realisiert. Zum Lieferumfang des Auftrags gehört unter anderem die Modernisierung von 16 Kohlemühlen der 300 MW-Blöcke Nikola Tesla (TENT) A3, A4 und A5. TENT A5 beinhaltet noch die Lieferung von 18 Rundstrahl(RS)-Brennern. Diese Lösung ist in ähnlicher Form im Rahmen von zwei Pilotmühlen zum Einsatz gekommen, die HPE in den Jahren 2005 / 2006 im Block TENT A3 realisiert hat. Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen haben Nachmessungen im Herbst 2008 bestätigt.

Die Vorteile der Modernisierung liegen auf der Hand: Neben einem höheren Brennstoffdurchsatz wird (durch eine feinere Ausmahlung) der Verbrennungsprozess verbessert, der Verlust durch Unverbranntes reduziert und die Feuerungsstabilität erhöht. Zusammen mit dem eingesparten Öl ist dies ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt. Diese Maßnahmen – und die von HPE patentierten RS-Brenner – sind eine Voraussetzung, um die geforderten hohen EU-Umweltanforderungen für NOx-Emissionen (200mg/Nm³) zu erfüllen..


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