Duisburg, 10.12.2009. Der erste Service-Auftrag aus Osteuropa ist unterzeichnet. Hitachi Power Europe (HPE) wird drei Blöcke des Braunkohlekraftwerks Nikola Tesla A im serbischen Obrenovac modernisieren. Die Kraftwerksrehabilitation bietet gleich mehrere Vorteile: Die modernisierten Anlagen lassen sich wirtschaftlicher betreiben, sie stoßen weniger Emissionen aus (unter anderem 150.000 t weniger CO2 pro Jahr), weisen einen höheren Wirkungsgrad auf und schonen dadurch wertvolle Ressourcen.
Zur Vertragsunterzeichnung war der Generaldirektor des staatlichen Energieversorgers EPS, Dragomir Markovic, nach Duisburg ins Hitachi Power Office (HPO) gekommen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 36 Millionen Euro, das zu einem großen Teil von der KfW-Entwicklungsbank finanziert wird. Serbien erzeugt den Großteil des benötigten Stroms aus einem veralteten braunkohlegefeuerten Kraftwerkspark, so dass die HPE hier auch einen Meilenstein für anstehende Ertüchtigungen an anderen Blöcken in Serbien setzen konnte. „Wir wollen in Osteuropa nicht nur Neubauprojekte akquirieren“, erläutert Klaus-Dieter Rennert, Vorsitzender der HPE-Geschäftsführung. „Ein großes Potenzial bieten auch umfassende Kraftwerksrehabilitationen mit einem erheblichen Engineering-Anteil oder die Nachrüstung von Rauchgasreinigungsanlagen. Der jetzt unterzeichnete Auftrag bestätigt unsere Strategie. Die Modernisierung von Nikola Tesla ist ein wichtiger Türöffner für das Service-Geschäft von Hitachi Power Europe.“
Die drei Blöcke des Kraftwerks Nikola Tesla, rund 30 Kilometer südwestlich von Belgrad, stammen aus den 70er Jahren. Die Modernisierung wird im Konsortium gemeinsam mit serbischen Partnern realisiert. Zum Lieferumfang des Auftrags gehört unter anderem die Modernisierung von 16 Kohlemühlen der 300 MW-Blöcke Nikola Tesla (TENT) A3, A4 und A5. TENT A5 beinhaltet noch die Lieferung von 18 Rundstrahl(RS)-Brennern. Diese Lösung ist in ähnlicher Form im Rahmen von zwei Pilotmühlen zum Einsatz gekommen, die HPE in den Jahren 2005 / 2006 im Block TENT A3 realisiert hat. Die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen haben Nachmessungen im Herbst 2008 bestätigt.
Die Vorteile der Modernisierung liegen auf der Hand: Neben einem höheren Brennstoffdurchsatz wird (durch eine feinere Ausmahlung) der Verbrennungsprozess verbessert, der Verlust durch Unverbranntes reduziert und die Feuerungsstabilität erhöht. Zusammen mit dem eingesparten Öl ist dies ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt. Diese Maßnahmen – und die von HPE patentierten RS-Brenner – sind eine Voraussetzung, um die geforderten hohen EU-Umweltanforderungen für NOx-Emissionen (200mg/Nm³) zu erfüllen..
Duisburg, 1.9 2009. Das Interesse war riesig: Auf jeden Ausbildungsplatz bei Hitachi Power Europe (HPE) bewarben sich – rein rechnerisch – mehr als 60 junge Männer und Frauen. Sechs von ihnen starten heute, am 1. September, bei dem Energieanlagenbauer ins Berufsleben. Das Interesse kommt nicht von ungefähr: Das Unternehmen ist aufgrund der guten Auftragslage und der internationalen Ausrichtung ein attraktiver Arbeitgeber.
„Die Planung und Errichtung von fossil gefeuerten Kraftwerken ist eine höchst anspruchsvolle Aufgabe“, gibt Klaus J. Schmitz, Geschäftsführer der HPE, den Auszubildenden an ihrem ersten Arbeitstag mit auf den Weg. „Schließlich haben weltweit nur wenige Unternehmen das erforderliche Know-how und die Erfahrung zum Bau von hochmodernen Kraftwerken. Dazu braucht es starke und motivierte Teams.“
Anspruchsvoll war auch das Auswahlverfahren für die insgesamt 375 jungen Leute, die sich bei Hitachi Power Europe bewarben. Sechs junge Frauen und Männer schafften es, einen der Ausbildungsplätze als Kauffrau/-mann für Bürokommunikation, Industriekauffrau/-mann oder Technische/r Zeichner/in zu bekommen. Neben einem guten Notendurchschnitt – besonders in Schlüsselfächern wie Deutsch, Mathematik und Physik – lege man bei HPE besonderen Wert auf Sprachkenntnisse, erläutert Ausbildungsleiter Lutz Lohmann. „Immerhin sind wir ein international tätiges Unternehmen: Wir bauen zum Beispiel Anlagen in Südafrika, erhalten Lieferungen von osteuropäischen Firmen und diskutieren mit japanischen Kollegen – da sind gute Englischkenntnisse unverzichtbar.“
Zwei der sechs Azubis, Ramona-Marina Kieslich (Kauffrau für Bürokommunikation) und Florian Wittfeld (Technischer Zeichner) stammen aus Duisburg. Die anderen vier Auszubildenden leben in Essen (Melissa Raatz/ Kauffrau für Bürokommunikation; Jens Theodor Oberholz/ Industriekaufmann), Moers (Martin Brand/ Industriekaufmann) und Oberhausen (Lisa Marie Graupe/ Technische Zeichnerin). Die Berufsstarter lernen an den ersten Arbeitstagen ihre Ansprechpartner und das Unternehmen genauer kennen.
In den nächsten drei beziehungsweise dreieinhalb Jahren werden die jungen Männer und Frauen in den unterschiedlichsten Ausbildungsstationen eingesetzt - vom Einkauf bis zum Controlling, von der Projektabwicklung bis zum Vertrieb, vom Marketing bis zum Personalwesen. Die technischen Zeichner arbeiten zusätzlich noch mehrere Monate in der Lehrwerkstatt von ThyssenKrupp Steel. Auch der Besuch einer Kraftwerksbaustelle steht auf dem Programm. Und nach der Ausbildung? Ausbildungsleiter Lutz Lohmann ist zuversichtlich: „Alle Auszubildenden erhalten bei Hitachi Power Europe GmbH eine Festanstellung.“

Gruppenfoto vor dem Hitachi Power Office am Innenhafen: (von links) Lisa Marie Graupe, Melissa Raatz, Jens Theodor Oberholz, Florian Wittfeld, Ramona-Marina Kieslich und Martin Brand haben am 1. September ihre Ausbildung bei Hitachi Power Europe begonnen. HPE-Geschäftsführer Klaus J. Schmitz, Marco Konstantinovic (Leiter Personalabteilung), Wolfgang Ringelband (Vorsitzender des Betriebsrates) und Lutz Lohmann (Ausbildungsleiter) erklärten den neuen Mitarbeitern, was sie in den nächsten drei bzw. dreieinhalb Jahren im Unternehmen erwartet.
Zur BildergalerieEssen/Duisburg/Maria Enzersdorf. Ein wesentlicher Meilenstein ist erreicht: Der neue Steinkohlekraftwerksblock „Walsum 10“ hat seine Kesseldruckprobe erfolgreich absolviert. Nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit konnten die Auftraggeber, der Essener Industriekonzern Evonik Industries AG und der niederösterreichische Energieversorger EVN AG, zusammen mit dem Energieanlagenbauer Hitachi Power Europe GmbH (HPE) den Festakt in Duisburg-Walsum feiern. Mehr als 300 Gäste nahmen an der offiziellen Zeremonie teil, unter ihnen auch NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben.
„Den wichtigsten landesspezifischen Beitrag zum Klimaschutz kann die Er-neuerung des Kohlekraftwerksparks leisten. Zu hocheffizienten, modernsten Kohlekraftwerken wie Walsum 10 gibt es keine Alternative“, sagte Wirtschafts-ministerin Christa Thoben. Die Landesregierung setze auf moderne Kraftwerkstechnologien, weil sie maßgeblich zur Reduktion des CO2-Ausstoßes in Nordrhein-Westfalen bis 2020 beitragen sollen.
„Um eine sichere und wirtschaftliche Stromversorgung zu gewährleisten, ist Steinkohle auch in Zukunft unverzichtbar. Mit hocheffizienten und ressourcen-schonenden Anlagen wie Walsum 10 werden wir zudem unserer Verantwortung in punkto Klimaschutz gerecht“, so Dr. Klaus Engel, Vorsitzender des Vorstandes der Evonik Industries AG. Gegenüber bisherigen Kraftwerken benötige der neue Block – aufgrund des höheren Wirkungsgrades – weniger Brennstoff für die gleiche Leistung. Dies schone nicht nur wertvolle Ressourcen, betonte Dr. Engel, sondern reduziere gleichzeitig auch die spezifischen CO2-Emissionen bei der Stromerzeugung.
„Überall in Europa werden leistungsfähige und sichere Kraftwerke mit höchsten Umweltstandards benötigt“, erklärt Dr. Burkhard Hofer, Vorstandsvorsitzender der EVN AG. „Dieses Projekt ist daher auch ein wichtiger Schritt, um für die künftigen Herausforderungen des europäischen Strommarktes gut gerüstet zu sein.“
Für den Anlagenbauer Hitachi Power Europe sei Walsum 10 eine wichtige Referenz, erklärt Klaus-Dieter Rennert, Vorsitzender der HPE-Geschäftsführung: „Der Neubau belegt, dass Hitachi Power Europe nicht nur über technologisch hochwertige und wettbewerbsfähige Produkte verfügt, sondern gleichzeitig ein erfahrener Spezialist für Komplettlösungen im Kraftwerksbereich ist.“
Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 45 Prozent gehört das Steinkohlekraftwerk nach der Fertigstellung zu den weltweit modernsten seiner Art. Rund 820 Mio. Euro investieren Evonik Industries AG und EVN AG in den Neubau, der Steinkohleblock wird schlüsselfertig von Hitachi Power Europe in Duisburg-Walsum an einem bestehenden Kraftwerksstandort von Evonik errichtet. Die Inbetriebnahme ist für 2010 geplant.
Das aufwändigste Einzelbauteil des Kraftwerks ist der rund 106 Meter hohe Großdampferzeuger (Kessel). Im Großdampferzeuger wird künftig extrem heißer (über 600 Grad Celsius) und unter sehr hohem Druck (ca. 274 bar) stehender Wasserdampf erzeugt. Der Dampf strömt anschließend in eine Turbine, ein angeschlossener Generator wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. Die Kesseldruckprobe bescheinigt nun offiziell, dass der Kessel den hohen Drücken standhält. Das entsprechende Zertifikat hat der TÜV Nord ausgestellt. Rund 9.900 Tonnen Stahl wurden dort verbaut, die Gesamtlänge der Rohr¬leitungen beträgt etwa 450 km, insgesamt 35.000 Schweißnähte mussten am Druckteil gesetzt werden.
Erreicht wird der hohe Wirkungsgrad von mehr als 45 Prozent durch moderne Werkstoffe – dadurch lassen sich höhere Temperaturen und Drücke im Kessel realisieren. Außerdem verringern viele Einzelmaßnahmen den elektrischen Eigenbedarf des Kraftwerksblocks. Zum Vergleich: Steinkohlekraftwerke in Deutschland haben im Durchschnitt einen Wirkungsgrad von 38 Prozent, weltweit beträgt der Wirkungsgrad sogar nur etwa 30 Prozent.
Der Kraftwerksneubau hat erhebliche Beschäftigungseffekte für das Energieland Nordrhein-Westfalen und im Besonderen für das Ruhrgebiet. Zahlreiche Hersteller von Kraftwerkskomponenten haben ihren Sitz an Rhein und Ruhr, so dass erhebliche Teile der Investitionssumme zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen. Auch große Teile der notwendigen Infrastruktur, z.B. Straßen und Bau- und Erdarbeiten, mit einem insgesamt zweistelligen Millionenvolumen wurden und werden von Unternehmen der Region verrichtet. In Spitzenzeiten waren auf der Baustelle mehr als 1.500 Handwerker, Techniker und andere Fachleute im Einsatz. Nach der Inbetriebnahme entstehen 60 zusätzliche und langfristige Arbeitsplätze am Standort.
Zahlen und Fakten zu Walsum 10:
| Installierte Leistung | 750 MW-Klasse |
| Wirkungsgrad | über 45 Prozent |
| Investitionsvolumen | rd. 820 Mio. Euro |
| Brennstoff | Steinkohle |
| Grundsteinlegung | 20. November 2006 |
| Geplante Inbetriebnahme | 2010 |
Informationen zu den Unternehmen
Evonik Industries ist der kreative Industriekonzern aus Deutschland mit den Geschäftsfeldern Chemie, Energie und Immobilien. Evonik ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Spezialchemie, Experte für Stromerzeugung aus Steinkohle und erneuerbaren Energien sowie eine der größten privaten Wohnungsgesellschaften in Deutschland. Kreativität, Spezialistentum, kontinuierliche Selbsterneuerung und Verlässlichkeit sind unsere Stärken. Evonik ist in mehr als 100 Ländern der Welt aktiv. Rund 41.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von rund 15,9 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von rund 2,2 Milliarden Euro.
EVN AG ist ein internationales, börsenotiertes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Niederösterreich, dem größten österreichischen Bundesland. Den Kunden bietet EVN auf Basis modernster Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Wasser, thermische Abfallverwertung und damit verbundene Dienstleistungen „aus einer Hand“. Mit seinem Angebot sichert und verbessert EVN die Lebensqualität von über drei Millionen Kunden in 18 Ländern.
Hitachi Power Europe GmbH (HPE), eine Tochtergesellschaft von Hitachi, Ltd., plant und baut fossil befeuerte Kraftwerke und gehört mit ihren Referenzen zu den Markt- und Technologieführern. Der Energieanlagenbauer liefert auch Kernkomponenten wie etwa Großdampferzeuger, Umwelttechnik, Turbinen und Mahlanlagen. Seit 2007 hat das Unternehmen seinen Sitz am Innenhafen in Duisburg / Nordrhein-Westfalen und beschäftigt (inklusive Beteiligungsgesellschaften und Fertigungsbetriebe) rund 1.800 Mitarbeiter. Hitachi Power Europe ist innerhalb des Hitachi-Konzerns für die Märkte in Europa, in den ehemaligen GUS-Staaten, in Afrika sowie im Nahen Osten verantwortlich.
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Die Teilnehmer des Kesseldruckprobe (von links): Joachim Rumstadt (Vorsitzender der Geschäftsführung, Evonik Steag GmbH), Sir Stephen Gomersall (Chief Executive for Europe, Hitachi Ltd., and Hitachi Europe Ltd.), Dr. Klaus Engel (Vorsitzender des Vorstands, Evonik Industries AG), Dr. Christa Thoben (Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen), Toshiaki Higashihara (President, Hitachi Power Europe GmbH), Dr. Burkhard Hofer (Vorsitzender des Vorstands, EVN AG), Volker Klosowski (Mitglied des Vorstands, TÜV NORD AG) und Peter Layr (Mitglied des Vorstands, EVN AG) |
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Mit dem Stempeln des Kesselschildes wird die bestandene Kesseldruckprobe offiziell. |
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Rund 300 Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten der Einladung von Evonik Industries, EVN AG und Hitachi Power Europe GmbH zum Festakt auf der Baustelle in Duisburg-Walsum. |
Duisburg, 31. Mai 2009 Nach Duisburg-Hamborn und dem chinesischen Baoshan nun also Gent: Ein weiterer Gichtgaskessel von Hitachi Power Europe (HPE) geht noch in diesem Jahr in der belgischen Hafenstadt in Betrieb. Die Anlage hat jetzt – unter den kritischen Augen des deutschen TÜV und belgischen Vincotte – ihre Kesseldruckprobe bestanden. Rund 80 Mio. Euro beträgt das Investitionsvolumen für den Großdampferzeuger, insgesamt 300 Mio. Euro investiert der Energieversorger Electrabel in den Bau des Kraftwerks, das derzeit von einem Konsortium unter Federführung von Siemens errichtet wird.
Gichtgas – eine Mischung aus Stickstoff, Kohlenstoffmonoxid, CO2 und Wasserstoff – ist ein „Abfallprodukt“ bei der Stahlherstellung. Es entsteht im Hochofen und wird von dort abgeleitet, gereinigt und anschließend als brennbares Gas zur Stromerzeugung genutzt. In vielen Stahlwerken – etwa in Osteuropa – wird Hochofengas jedoch nach wie vor „abgefackelt“. Insofern stellt die zusätzliche Stromerzeugung einen sinnvollen Beitrag zur Schonung von Ressourcen und zum Umweltschutz dar. Bei der Kesseldruckprobe prüft ein Sachverständiger, ob der Kessel den hohen Belastungen (Dampftemperatur, -druck) standhält oder ob Lecks auftreten. In Gent wurde zu diesem Zweck im Kessel ein Dampfdruck von 420 bar erzeugt – also weit mehr als die später im Normalbetrieb erforderlichen 240 bar. Bei der anschließenden Begehung fanden die Sachverständigen keine undichten Stellen. Das eingesetzte Material – Heizflächen, Sammler und Wände des Kessels lieferte die HPE-Tochtergesellschaft „Meeraner Dampfkesselbau GmbH“ – hatte damit seine Festigkeit bewiesen. Bauleitung und TÜV dokumentierten dies anschließend mit dem traditionellen Stempeln des Schildes am Kessel. Der Gichtgas-Kessel in Gent ist vom gleichen Typ wie die bestehenden Anlagen von RWE Power AG in Duisburg-Hamborn (Inbetriebnahme im Jahr 2003) und von Baoshan Iron & Steel Company in Baoshan, einem Ortsteil von Shanghai (2008). „Im Gegensatz zur Steinkohle- oder Braunkohleverbrennung enthält das Gichtgas keine Stäube, eine Rauchgasreinigung ist daher nicht erforderlich“, erklärt Wilhelm Dickel, technischer Projektleiter für Gent. Dennoch gebe es in jedem Großprojekt neue Herausforderungen. Zum Beispiel, weil wie in Gent neue Werkstoffe (warmfeste Stähle) zum Einsatz kommen oder weil die Montage-Termine eng getaktet sind. „Auch der küstennahe Standort bedingte immer wieder Einschränkungen aufgrund un-günstiger Wetterverhältnisse“, so Wolfgang Marschewski, Geschäftsführer von Hitachi Power Europe. „Dennoch hat es die von HPE geführte Montagemannschaft mit größtem persönlichen Engagement geschafft, die engen Terminvor gaben weitestgehend einzuhalten.“ Im Oktober dieses Jahres soll die 300-Megawatt-Anlage in Betrieb gehen und das Gichtgas aus dem benachbarten Stahlwerk verstromen – ein weiterer Meilenstein für den Energieanlagenbauer Hitachi Power Europe.
Ein kritischer Meilenstein ist erreicht: Am 31. März, um Punkt 12.32 Uhr, wurde die Gasturbine im Kraftwerk Malmö offi ziell gezündet. Die Gasturbine erreichte ihre Nenndrehzahl, die hierzu notwendigen Kraftwerksnebenanlagen gingen wie geplant in Betrieb. Nach rund zweieinhalb Jahren ist damit das Ende des ehrgeizigen Bauprojekts von Hitachi Power Europe in Sicht. Im August dieses Jahres soll die Gesamtanlage in den kommerziellen Betrieb gehen.
Das Gas- und Dampfkraftwerk (GuD) in der südschwedischen Hafenstadt Malmö ist eines der modernsten seiner Art: rund 440 Megawatt (MW) für Strom und 250 MW für Wärme beträgt die Kapazität, im kombinierten Betrieb wird die Energie des Brennstoffs Gas zu 89 % genutzt – weltweit ein absoluter Spitzenwert. HPE und GE Energy hatten im Jahr 2006 den Auftrag zum Bau der Anlage erhalten (Investitions volumen: rund 220 Mio. Euro), wobei HPE für die Kraftwerksneben-anlagen, die Gesamtanlagenplanung, die Bauplanung und -ausführung, Montage und Inbetriebnahmeleitung zuständig ist und GE Energy den Power Train und die Leittechnik beisteuert.
Der Bau der GuD-Anlage stellte die Planer vor echte Herausforderungen. Zum einen mussten die Kernkomponenten –Gasturbinensatz, Dampfturbinensatz, Abhitzekessel – in das bestehende Gebäude eines alten Kohlekraftwerks aus den 50er Jahren integriert werden. Zum anderen war der Bauzustand des Gebäudes problematisch, wie die HPE-Mitarbeiter zu Beginn der Arbeiten im September 2006 feststellten. „Die Stützen, etwa in der Turbinenhalle, waren nicht tragfähig und mussten aufwendig saniert werden; außerdem waren hunderte Tonnen an zusätzlichen Stahlträgern notwendig, um Deckenelemente abzustützen“, erläutert Olaf Lipinski, technischer Projektleiter für die Anlage in Malmö. Ein weiteres Problem war die Nähe zum Hafen und der hohe Grundwasserpegel: Die Ingenieure mussten Spundwändesetzen lassen und Wasser abpumpen, damit die Fundament- und Pfahlarbeiten vorangingen. In der Spitze waren rund 70 Mitarbeiter im Hitachi Power Offi ce und rund 500 Arbeitskräfte einschließlich Bauleitungspersonal auf der Baustelle mit dem Bau des Gas- und Dampfkraftwerks befasst. Die Anlage sollte ursprünglich Anfang 2009 in den kommerziellen Betrieb gehen. „Durch die Schwierigkeiten hat sich aber der Zeitplan verschoben, jetzt wird die Gesamtanlage im August an E.ON Värmekraft Sverige AB übergeben“, sagt Björn Ahrendt, kaufmännischer Projektleiter. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt noch einiges zu tun: Im April wird der Gasturbinengenerator zum ersten Mal synchronisiert und geht damit ans Netz, Anfang Mai wird die Dampfturbine angestoßen. Wenn das Gas- und Dampfkraftwerk ab August in Betrieb ist, wird es nicht nur Strom und Fernwärme für die Hafenstadt Malmö liefern, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten: Das Kraftwerk ersetzt alte, mit Kohle gefeuerte Anlagen in Skandinavien, die Kohlendioxidemissionensinken um rund eine Million Tonnen jährlich.
Duisburg, 13.02.2009 Neuer Hauptsponsor für den Innenhafenlauf: Die Hitachi Power Europe GmbH (HPE) fördert ab diesem Jahr den Volkslauf entlang Küppersmühle, Marina und Steiger Schwanentor. Eine entsprechende Vereinbarung haben jetzt das Unternehmen und der Leichtathletikverein Eintracht Duisburg abgeschlossen. Mit mehr als 1000 Teilnehmern aus dem Ruhrgebiet und vom Niederrhein gehört die Veranstaltung zu einem der beliebtesten Lauf- Events in der Region.
Unter dem neuen Namen „Hitachi Innenhafenlauf Duisburg“ können am 15.August wieder Hunderte von Hobby-Sportlern teilnehmen. Die Entscheidung, sich als Hauptsponsor zu engagieren, fiel nicht schwer, erläutert HPE-GeschäftsführerKlaus J. Schmitz. „Wir sind zwar erst vor rund 15 Monaten in unser neues Gebäude am Innenhafen eingezogen. Aber wir fühlten uns schon vom ersten Tag an ganz wie zu Hause.“ Das Sponsoring sei auch keine einmalige Sache, sondern sei langfristig angelegt, so Schmitz. Auch in den nächsten Jahren werde das Unternehmen als Hauptsponsor auftreten.
Bereits im Vorjahr hatten die Organisatoren mit 1013 Läufern einen neuenRekord aufgestellt. „Die Zahl wird dieses Jahr hoffentlich überboten“, sagt Udo Pollack, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender von HPE und selber einbegeisterter Läufer. Das Unternehmen stellte bereits in den vergangenen drei Jahren jeweils die größte Läufergruppe – in 2008 gingen knapp 100 Kolleginnen und Kollegen an den Start. Seitdem ist die Zahl der Mitarbeiter bei HPE weiter gestiegen, knapp 1000 Ingenieure, Kaufleute und andere Spezialisten beschäftigt der Kraftwerksbauer derzeit. Pollack: „Wir werben bereits eifrig bei uns im Haus für den diesjährigen Innenhafenlauf.
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10.12.2009 / Verträge zur Ertüchtigung neuer Kraftwerke unterzeichnet